<!-- Lebensstrategien nach Lebensphasen · Pecuvo -->
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Block V · Mensch und Geld · Modul 15

# Lebensstrategien nach Lebensphasen

## Einstieg in das Modul

**Ein Satz:** Das Leben verläuft in Phasen, und jede Phase hat ihre eigenen Kosten und ihre eigene Regel – der Plan lautet, von einer Phase nicht überrascht zu werden, die man doch vorhersehen kann.

**Kapitel:**

1. Die Lebensphasen: die Karte
2. Kindheit: erstes Geld, erste Entscheidungen
3. Das erste Gehalt
4. Familie und Zuhause
5. Kinder und Bildung
6. Mittleres Alter: Veränderung, Schulden und die Sorge für die Eltern
7. Renten: die drei Säulen
8. Bring deine Unterlagen für deine Liebsten in Ordnung
9. Wenn etwas passiert: die ersten Wochen → Das eiserne Prinzip des Moduls

🎓 **Die Idee hinter dem Modul:** Menschen verteilen ihren Konsum über das ganze Leben – sie sparen, wenn sie verdienen, und leben von ihren Ersparnissen, wenn sie nichts verdienen. Das ist die **Lebenszyklustheorie** von Franco Modigliani und Richard Brumberg (1954) ✔. Eine praktische Folge: **Das Planen der Lebensphasen ist die stärkste finanzielle Gewohnheit**; Menschen, die für den Ruhestand planen, haben ein größeres Vermögen (Lusardi & Mitchell, 2011) ✔ (NBER w17078).

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## Für die Jüngsten · 6–7 Jahre

🐣 **Die Jüngsten:** Das Leben ist wie ein Spiel mit Levels. Zuerst die Krippe, dann die Schule, dann die Arbeit und ein Zuhause. Jedes Level hat seine eigenen Freuden und seine eigenen Bedürfnisse. Wenn du weißt, was kommt, kannst du dich vorbereiten. Gerade bist du auf dem Level des Sparschweins.

**Gemeinsam spielen (5 Minuten):** Zeichnet zusammen „die Straße des Lebens“ mit 5 Stationen: Baby, Schulkind, Erwachsener, Elternteil, Großeltern. An jeder Station malt dein Kind etwas, das dort wichtig ist. Erzähl, was dir wichtig war, als du ein Kind warst.

**Eine Frage für den Abend:** „Was möchtest du können, wenn du groß bist?“

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## Kapitel 1 · Die Lebensphasen: die Karte

👧 **Kind** Es ist wie ein Spiel mit Levels: Kindheit, Schule, ein erster Job, ein Zuhause, eine Familie, Ruhestand. Auf jedem Level kosten die Dinge etwas anderes. Es ist gut zu wissen, was kommt, damit du dich vorbereiten kannst – nicht, damit du Angst hast.

🧑 **Teenager** Die Phasen sind nicht verpflichtend. Jeder erlebt sie anders und zu anderen Zeiten. Aber es gibt **wiederkehrende Fragen**:

- Woher kommt mein Geld in dieser Phase?
- Welche großen Kosten kommen bald?
- Was sollte ich **jetzt** vorbereiten?

🧔 **Erwachsene** Der Rahmen von Pecuvo ist eine einfache Tabelle: für jede Phase – **Einkommen, große Kosten, Risiken, Vorbereitung**. Sie zeigt zwei wiederkehrende Muster:

1. **Große Kosten kommen vor großen Einkommen** (Ausbildung, ein erstes Zuhause, Kinder).
2. **Die Risiken wachsen, wenn die Reserve am kleinsten ist** (junge Familien) und wenn die Arbeitsfähigkeit nachlässt (nach 50).

Darum sind die eisernen Prinzipien (Modul 8) nicht „für Erwachsene“ – sie sind **das Fundament, auf dem jede Phase steht**.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Ich kümmere mich darum, wenn es so weit ist.“
- Wahrheit: Die stärksten Entscheidungen (wann man mit dem Sparen beginnt, welches Zuhause man wählt, wie man seine Unterlagen ordnet) wirken am besten, wenn man sie **früh** trifft.

**Wer profitiert?** Wer plant. Wer nicht plant, zahlt mit Zinsen, Notverkäufen und Nerven.

**Szene für 3D:** ein Weg durch eine Landschaft mit Toren – „Schule“, „erstes Gehalt“, „Zuhause“, „Kinder“, „Ruhestand“. Vor jedem Tor steht eine Tafel: „Was es kosten wird“, „Wie man sich vorbereitet“.

**→ Weiter bei der Quelle**

- OECD/INFE – Kompetenzrahmen für die finanzielle Kompetenz von Erwachsenen (Januar 2022) und von Kindern und Jugendlichen (27.09.2023) – EU/OECD-INFE ✔: https://finance.ec.europa.eu/publications/commission-and-oecd-infe-publish-joint-framework-adults-improve-individuals-financial-skills_en
- Franco Modigliani und Richard Brumberg (1954), „Utility Analysis and the Consumption Function“, in: Kurihara (Hrsg.), *Post-Keynesian Economics*, 1954 ✔.

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## Kapitel 2 · Kindheit: erstes Geld, erste Entscheidungen

👧 **Kind** Ein Sparschwein, Taschengeld, ein Geburtstagsgeschenk. Jetzt kommt das Spannendste: Wenn du einen Teil deines Geldes für etwas zur Seite legst, das du wirklich willst, **ist die Freude beim Kaufen größer**. Probier es aus!

🧑 **Teenager** So sehen kluge erste Entscheidungen aus **[P]**:

- **ein Ziel mit Termin** („ein Fahrrad bis zum Sommer“);
- **drei Becher**: ausgeben, sparen, teilen;
- **ein erster Kauf mit Bedacht**: 24 Stunden warten und schauen, ob du es dann noch willst.

🧔 **Erwachsene** Für Eltern: Das Wichtigste ist nicht die Höhe des Taschengelds, sondern **das Gespräch**. Studien zeigen, dass sich Geldgewohnheiten schon in der Kindheit in der Familie bilden – durch das, was Kinder sehen, und dadurch, wie wir zu Hause über Geld sprechen (Shim et al., 2010 ✔ – siehe Modul 13). Drei Grundsätze:

1. **Ein positiver Rahmen** – Geld ist ein Werkzeug, keine Bedrohung.
2. **Kleine echte Entscheidungen** – ein kleiner Betrag, eine echte Wahl, kein Rettungseinsatz.
3. **Vorbild** – Kinder tun, was wir tun, nicht, was wir sagen.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Kinder sind zu jung für Geld.“
- Wahrheit: 7- bis 8-Jährige verstehen bereits Tausch, Preis und Auswahl. Der Zeitpunkt zu beginnen ist jetzt.

**Wer profitiert?** Das Kind – wenn es durch echte, kleine Entscheidungen lernt. Werbung und Apps profitieren von Impulskäufen.

**Szene für 3D:** drei Becher unter einem Wasserhahn: „Ausgeben“, „Sparen“, „Teilen“. Das Kind entscheidet, welcher zuerst gefüllt wird.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Shim, S. et al. (2010) – Eltern und die finanzielle Sozialisation junger Menschen ✔ (siehe Modul 13).
- Der Pfad „Akademie für Eltern“ in Pecuvo (R00).

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## Kapitel 3 · Das erste Gehalt

👧 **Kind** Wenn du groß bist und Geld verdienst, ist das Erste, was du tun kannst: Leg ein bisschen zur Seite, bevor du irgendetwas ausgegeben hast.

🧑 **Teenager** Das erste Gehalt bringt Überraschungen mit sich:

- **brutto ≠ netto**: Was im Vertrag steht, ist nicht das, was du bekommst – Sozialversicherungsbeiträge und Steuern werden abgezogen;
- **der Vertrag**: Dauer, Bezahlung, Probezeit, Kündigungsfristen;
- **das erste Konto**: Dein Gehalt geht auf ein Bankkonto – achte auf die Gebühren.

🧔 **Erwachsene** Praktische Schritte **[P]**:

1. **Lies den Vertrag** und die Gehaltsabrechnung (was brutto ist, was die Beiträge sind, was die Steuer ist).
2. **Automatisiere das Sparen**: eine Überweisung am Zahltag (Modul 8, Prinzip 1; Madrian & Shea, 2001 ✔).
3. **Die Reserve vor allem anderen**: Das erste Ziel sind 3 Monatsausgaben (Modul 8, Prinzip 2).
4. **Vermeide teure Schulden** in den ersten Jahren (Modul 7).
5. **Steig in die Altersvorsorge ein**: In den meisten Ländern sind die Beiträge zur staatlichen Rente Pflicht; zur zweiten und dritten Säule siehe Kapitel 7.

*Einkommensteuer und Sozialversicherung sind national: Jedes Land legt seine eigenen Sätze fest, und sie ändern sich. Es gibt keine gemeinsame EU-Einkommensteuer ✔ (Europäische Kommission, Your Europe, „Steuern“ – siehe das Modul „Steuern und öffentliche Ausgaben“).*

> **Beispiel: Bulgarien** — Die Beitrags- und Steuersätze sind gesetzlich festgelegt und ändern sich; man prüft sie bei der Nationalen Agentur für Einnahmen (NRA, НАП) (https://nra.bg) und dem Nationalen Sozialversicherungsinstitut (NSSI, НОИ) (https://www.noi.bg) ✔.
>
> **Prüfen in deinem Land** — Finde deine Steuerbehörde und deinen Sozialversicherungsträger: Beide bieten meist Rechner und Erklärungen dazu, wie aus brutto netto wird. Deine Gehaltsabrechnung zeigt jeden Abzug.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Wenn ich mehr verdiene, fange ich an zu sparen.“
- Wahrheit: Die Ausgaben wachsen mit dem Einkommen. Die Gewohnheit entsteht mit kleinen Beträgen (Modul 14 – hedonische Anpassung).

**Wer profitiert?** Wer früh anfängt – der Zinseszins arbeitet mit der Zeit (Modul 7). Anbieter von Verbraucherkrediten profitieren vom „ersten Gehalt“ als Anlass zum Kaufen.

**Szene für 3D:** eine Gehaltsabrechnung als durchsichtiges Rohr – „Steuer“ und „Beiträge“ tropfen heraus, und „netto“ ist das, was am Ende übrig bleibt. Das Kind folgt den Tropfen.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Europäische Kommission – *Your Europe*, „Steuern“: https://europa.eu/youreurope/citizens/work/taxes/index_de.htm ✔ (geöffnet am 21.10.2026, im Modul „Steuern und öffentliche Ausgaben“).
- Beispiel: Bulgarien – NRA, Rechner und Erklärungen zur Einkommensteuer: https://nra.bg ✔ (nra.bg leitet dorthin weiter) · NSSI, Beiträge und Renten ✔: https://www.noi.bg (auf Bulgarisch).
- Madrian & Shea (2001) ✔ – automatische Anmeldung.

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## Kapitel 4 · Familie und Zuhause

👧 **Kind** Ein Zuhause ist nicht nur ein Haus – es ist der Ort, an dem du dich zu Hause fühlst. Es zu kaufen oder zu mieten kostet viel Geld, deshalb planen Erwachsene es lange.

🧑 **Teenager** Kaufen oder mieten? Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Beides hat Kosten, die man nicht sofort sieht:

- **Kaufen**: Kapital (eine Anzahlung), ein Kredit mit Zinsen, Steuern, Unterhalt, **entgangene Chancen** (wenn das Geld in einem Zuhause gebunden ist, ist es nicht woanders);
- **Mieten**: Flexibilität, aber es baut sich kein Vermögenswert auf.

🧔 **Erwachsene** Die Fragen vor dem Kauf eines Zuhauses **[P]**:

1. **Was kostet der Kredit über seine gesamte Laufzeit**, nicht nur die Rate? (effektiver Jahreszins, also jährlicher Gesamtkostensatz des Kredits – Modul 7)
2. **Bleibt nach der Anzahlung eine Reserve übrig?** Ein Zuhause ohne Reserve ist die häufigste Ursache für Stress.
3. **Was passiert, wenn ein Einkommen wegfällt?** Wenn die Familie auf zwei Einkommen baut, prüfe, ob die Rate mit einem tragbar ist.
4. **Welche anderen Kosten gibt es?** Grundsteuer, kommunale Müllgebühren, Reparaturen, Versicherung (Modul 12).
5. **Was wird eingetauscht** (Modul 16): ein Zuhause gegen Erlebnisse, gegen Wahlfreiheit, gegen Zeit.

Wie viele Menschen in den eigenen vier Wänden wohnen, unterscheidet sich zwischen den Ländern stark; in manchen ist **Eigentum ein kulturelles Ziel**. Das ist ein Fakt, keine Empfehlung: Pecuvo sagt nicht „kaufen“ oder „mieten“, sondern **„schau, was du eintauschst“**.

> **Beispiel: Bulgarien** — Etwa 85–86 % der Menschen leben in einem Zuhause, das ihnen gehört (Eurostat, Tabelle ilc_lvho02: 85,0 % für 2022; 86,1 % für 2025 ✔ – geöffnet am 21.10.2026).
>
> **Prüfen in deinem Land** — Die Eurostat-Tabelle ilc_lvho02 zeigt den Anteil der Eigentümer und Mieter für jedes EU-Land.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Miete ist rausgeworfenes Geld; ein Zuhause ist eine Geldanlage.“
- Wahrheit: Beides hat Kosten. Ein Zuhause ist **Vermögenswert und Ausgabe zugleich** – Zinsen, Unterhalt, Steuern, entgangene Chancen. Die Entscheidung hängt von deinem Leben ab.

**Wer profitiert?** Banken profitieren von den Zinsen, Makler von der Provision, Bauträger von deinem Gefühl „jetzt oder nie“. Du profitierst, wenn die Entscheidung **deine** ist und dir nicht verkauft wird.

**Szene für 3D:** zwei Häuser. Das eine ist auf Kredit gekauft, mit einem „Schwanz“ aus Zinsen. Das andere ist gemietet, mit einer „Tür“, die sich leicht öffnet. Das Kind zählt, was jedes bringt.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Eurostat – Anteil der Eigentümer (Datensatz ilc_lvho02) ✔ – https://ec.europa.eu/eurostat.
- Richtlinie 2014/17/EU – Wohnimmobilienkreditrichtlinie (EUR-Lex): https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2014/17/oj ✔ – Modul 7.

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## Kapitel 5 · Kinder und Bildung

👧 **Kind** Deine Eltern denken an deine Zukunft – aber das Wichtigste, was sie dir geben, liegt nicht auf der Bank. Es sind Aufmerksamkeit, Lernen und Liebe.

🧑 **Teenager** Bildung ist **eine Investition in Humankapital** (Gary Becker, 1964) ✔: Wissen und Fähigkeiten bringen Einkommen und Wahlmöglichkeiten fürs ganze Leben. Aber nicht jede Investition ist ein Studium – Fähigkeiten, Sprachen, Praxis, ein Mentor.

🧔 **Erwachsene** Zwei Fragen, die zusammengehören:

1. **Wie viel kostet es, ein Kind großzuziehen?** – Die ganze Rechnung (Essen, Kleidung, Bildung, Freizeit, das entgangene Einkommen eines Elternteils) hängt stark von der Familie ab. Pecuvo nennt keine „Durchschnittszahlen“ – es setzt sie in **dein** Budget ein.
2. **Wie bereitest du dich auf die Bildung vor?** – früh, klein, regelmäßig. Das Beispiel aus Modul 7: **kleine Beiträge, früh begonnen**, wirken besser als große, spät begonnene.

Der positive Rahmen für Kinder: **nicht „wie viel Kinder kosten“, sondern „was wir ihnen geben wollen“**.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Die beste Investition in ein Kind ist die teuerste Schule.“
- Wahrheit: Studien zeigen, dass **Aufmerksamkeit und gemeinsame Aktivitäten mit dem Kind** – zum Beispiel gemeinsames Lesen – mit besseren Leseleistungen zusammenhängen; die meisten brauchen wenig Zeit und kein besonderes Wissen (OECD, „Let's Read Them a Story! The Parent Factor in Education“, 2012, auf Grundlage von PISA-Daten) ✔. Teuer ist keine Garantie.

**Wer profitiert?** Bildungsprodukte, die „garantierten schulischen Erfolg“ versprechen, profitieren von den Ängsten der Eltern. Kinder profitieren von Stabilität.

**Szene für 3D:** ein Garten, in dem ein Baum wächst. Niemand zieht ihn nach oben – er bekommt Sonne, Wasser und Zeit. Neben dem Baum ein kleines Sparschwein, aus dem die Gießkanne gefüllt wird.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Gary Becker (1964), *Human Capital* ✔ – siehe Modul 16.
- OECD, „Let's Read Them a Story! The Parent Factor in Education“, 2012, DOI 10.1787/9789264176232-en ✔ (Beschreibung der Veröffentlichung, geöffnet am 21.10.2026).

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## Kapitel 6 · Mittleres Alter: Veränderung, Schulden und die Sorge für die Eltern

👧 **Kind** Manchmal wechseln Erwachsene ihren Job oder fangen etwas Neues an. Das ist mutig und braucht Vorbereitung.

🧑 **Teenager** Zwischen etwa 40 und 55 tun viele Menschen Folgendes:

- Sie wechseln den Beruf;
- sie gründen ein eigenes Unternehmen (Modul 10);
- sie zahlen für die Ausbildung ihrer Kinder;
- sie **sorgen für ihre Eltern**.

Das nennt man die „Sandwich-Generation“ – eingeklemmt zwischen Kindern und Eltern.

🧔 **Erwachsene** Die Risiken dieser Phase **[P]**:

1. **Schulden gegen Ende der Laufbahn** – wenn Kredite über 55–60 hinaus laufen, schrumpft die Flexibilität.
2. **Die Pflege älterer Eltern** – die Kosten sind nicht vorhersehbar; bereite ein Gespräch und **Unterlagen** vor (Kapitel 8).
3. **Gesundheit** – die Reserve und die Versicherung (Modul 12) sind wichtiger denn je.
4. **Der Ruhestand rückt näher** – Zeit für eine „Bestandsaufnahme“ (Modul 9, Kapitel 6).

Die gute Nachricht: Das Einkommen ist auf dem Höchststand, und die Zinsen auf die Ersparnisse bauen sich schon lange auf. **Der Beschleuniger ist ein realistischer Plan, keine Panik.**

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Mit 50 ist es zu spät.“
- Wahrheit: Die Verspätung ist real, aber nicht total. Jedes Jahr, in dem du etwas zurücklegst, mildert das Ergebnis. Mit 50 anzufangen ist besser, als mit 55 anzufangen.

**Wer profitiert?** „Schnelle“ Produkte zum „Aufholen“ bei der Rente (Spekulation, Schneeballsysteme) zielen auf Menschen, die fürchten, zu spät zu sein. Genau dafür gibt es das Modul „Betrug, Schneeballsysteme und schnelles Reichwerden“.

**Szene für 3D:** eine Brücke mit zwei Seiten – links die Kinder, rechts die Eltern – und in der Mitte eine Person, die beide hält. Die Brücke hat Stützen: eine Reserve, eine Versicherung, einen klaren Plan.

**→ Weiter bei der Quelle**

- EU – „2021 Long-Term Care Report: Trends, challenges and opportunities in an ageing society“ (Europäische Kommission und Ausschuss für Sozialschutz), Bd. I: https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-9144-2021-ADD-1/en/pdf ✔ (geöffnet am 21.10.2026).
- Das Modul „Betrug, Schneeballsysteme und schnelles Reichwerden“: „Aufhol“-Produkte.

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## Kapitel 7 · Renten: die drei Säulen

👧 **Kind** Der Ruhestand ist die Zeit, in der ein Mensch lange genug gearbeitet hat und sich ausruhen kann. Das Geld kommt aus einem gemeinsamen Topf, in den alle eingezahlt haben.

🧑 **Teenager** **Allgemeiner Grundsatz.** Rentensysteme sind **national**: Die EU koordiniert sie, vereinheitlicht sie aber nicht. Viele Länder beschreiben ihr System mit **drei Säulen** – eine Beschreibungsweise von Rentensystemen, die die Weltbank und die OECD verwenden:

1. **Erste Säule – die staatliche (gesetzliche) Rente:** Die heutigen Arbeitnehmer zahlen für die heutigen Rentner.
2. **Zweite Säule – kapitalgedeckte Renten** (in manchen Ländern verpflichtend, in anderen betrieblich): Ein Teil der Beiträge baut sich auf einem persönlichen Konto oder in einem Betriebssystem auf.
3. **Dritte Säule – freiwillige Altersvorsorge:** zusätzliche Beiträge nach eigener Wahl. In der EU gibt es außerdem ein Produkt, das länderübergreifend gleich funktioniert – das **Paneuropäische Private Pensionsprodukt (PEPP)** (Verordnung (EU) 2019/1238) ✔ (EIOPA).

> **Beispiel: Bulgarien** — Das System ist in **drei Säulen** gegliedert ✔: I – staatliche Sozialversicherung (Nationales Sozialversicherungsinstitut, NSSI): Die heutigen Arbeitnehmer zahlen für die heutigen Rentner; II – ergänzende verpflichtende Rentenversicherung in universellen und betrieblichen Pensionsfonds: Ein Teil der Beiträge baut sich auf einem persönlichen Konto auf; III – freiwillige Rentenversicherung: zusätzliche Beiträge nach eigener Wahl. Die Säulen II und III werden von der Kommission für Finanzaufsicht (FSC) beaufsichtigt.

🧔 **Erwachsene** Was du fragen solltest **[P]**:

- **Wie hoch ist meine zu erwartende Rente?** – Der Sozialversicherungsträger hat meist ein Online-Portal mit deinem Nachweis der Versicherungszeiten und Verdienste und oft auch einer Rentenprognose.
- **Wie viel liegt in meiner zweiten Säule?** – Die Rentengesellschaft muss dir eine **Jahresmitteilung** schicken. Für betriebliche Systeme in der EU verlangt die Richtlinie (EU) 2016/2341 (EbAV II), Artikel 38, mindestens einmal jährlich und kostenlos eine **Renteninformation** (Pension Benefit Statement) ✔ (Artikel 38 Absätze 1 und 3; amtlicher Text geöffnet am 21.10.2026: https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2016/2341/oj); bei einem PEPP – die PEPP-Leistungsinformation (PEPP Benefit Statement) ✔.
- **Wie hoch sind die Gebühren?** – Fondsgebühren fallen auf Beiträge und auf das Vermögen an; ein kleiner jährlicher Unterschied bei der Gebühr führt am Ende zu einem großen Unterschied (Modul 7).
- **Wer beaufsichtigt?** – die nationale Finanzaufsicht.

> **Beispiel: Bulgarien** — In der elektronischen Sozialversicherungsakte des NSSI (Zugang mit einem persönlichen Identifikationscode, PIC) siehst du die für dich gemeldeten Versicherungszeiten und versicherten Einkommen und kannst deine voraussichtliche Rente berechnen ✔ (noi.bg, „Ausstellung eines PIC“, geöffnet am 21.10.2026). Die Rentengesellschaft muss dir kostenlos **bis zum 31. Mai jedes Jahres** eine Mitteilung über dein individuelles Konto für das Vorjahr schicken (Sozialversicherungsgesetzbuch, Artikel 123z²(1)(3); ab dem 01.01.2027 lautet die Formulierung „muss bereitstellen“, in der in Artikel 123z(2) festgelegten Weise – prüfe die aktuelle Fassung auf lex.bg; Text des Gesetzbuchs, geöffnet am 21.10.2026). Die Aufsicht führt die FSC (https://www.fsc.bg) ✔.
>
> **Prüfen in deinem Land** — Finde deinen Sozialversicherungsträger (oder deine Rentenbehörde) und sein Online-Portal; frage deine Rentengesellschaft, bis zu welchem Datum sie die Jahresmitteilung verschickt; finde die Finanzaufsicht, die Rentengesellschaften zulässt. Wenn du in mehr als einem EU-Land gearbeitet hast, beginne bei *Your Europe* → „Staatliche Renten im Ausland“.

Beträge, Rentenalter und Steuererleichterungen ändern sich mit dem Gesetz. **Prüfe die aktuellen Werte bei den offiziellen Stellen** – nicht in Artikeln und nicht bei einem Verkäufer.

Pecuvo **empfiehlt keinen Fonds und kein Produkt**. Es zeigt, wie man die Mitteilung liest und was man fragen kann.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Der Staat kümmert sich darum.“
- Wahrheit: Die staatliche Rente ist ein wichtiges Fundament, aber sie **ersetzt einen Teil deines Einkommens**, nicht alles. Darum runden die zweite und dritte Säule, deine eigenen Ersparnisse und Vermögenswerte (Modul 3) das Bild ab.

**Wer profitiert?** Fonds profitieren von Gebühren, Verkäufer von Provisionen. Du profitierst, wenn du weißt, welche Gebühr du zahlst und was du dafür bekommst.

**Szene für 3D:** drei Säulen, die ein Dach tragen. Nimmt man eine weg, neigt sich das Dach. Das Kind legt Gewichte auf und beobachtet das Gleichgewicht.

**→ Weiter bei der Quelle**

- EU – *Your Europe*, „Staatliche Renten im Ausland“: https://europa.eu/youreurope/citizens/work/retire-abroad/state-pensions-abroad/index_de.htm ✔ (geöffnet am 21.10.2026, im Modul „Renten – die drei Säulen“)
- EU – EIOPA, Paneuropäisches Privates Pensionsprodukt (PEPP): https://www.eiopa.europa.eu/browse/regulation-and-policy/pan-european-personal-pension-product-pepp_en ✔ (geöffnet am 21.10.2026, im Modul „Renten – die drei Säulen“)
- Beispiel: Bulgarien – NSSI: https://www.noi.bg ✔ · FSC, Rentenversicherung: https://www.fsc.bg ✔ (auf Bulgarisch)
- OECD – „Pensions at a Glance“ (Reihe) ✔.

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## Kapitel 8 · Bring deine Unterlagen für deine Liebsten in Ordnung

👧 **Kind** Wenn jemand, den du liebst, krank oder weit weg ist, ist es gut zu wissen, wo die wichtigen Sachen sind. Frag deine Eltern: „Wo werden die wichtigen Papiere aufbewahrt?“ Nicht aus Angst – aus Fürsorge.

🧑 **Teenager** Die Idee ist einfach: Mach **eine Liste, wo die wichtigen Dinge sind**, damit dir jemand, der dir nahesteht, bei Bedarf helfen kann. Das ist kein Testament, und es ist nicht beängstigend – es ist **Ordnung**.

🧔 **Erwachsene** Hier die praktische Liste **[P]** – „Eine Mappe für die Liebsten“:

| Was | Was du aufschreibst |
|---|---|
| **Persönliche Dokumente** | Wo sie sind: Personalausweis, Geburts-/Heiratsurkunde, Zeugnisse |
| **Bankkonten** | Bank, Kontoart (keine Passwörter!), wo die Verträge liegen |
| **Versicherungen** | Versicherer, Policennummer, Ablaufdatum (Modul 12) |
| **Schulden und Kredite** | Kreditgeber, offener Saldo, Rate |
| **Immobilien und Fahrzeuge** | Eigentumsurkunden, Fahrzeugpapiere |
| **Gesellschaftsanteile / Aktien** | Wo die Dokumente sind, wer eingetragen ist |
| **Pensionsfonds** | Fonds, Konto |
| **Passwortmanager** | Wo der Hauptzugang ist (ohne die Passwörter selbst auf die Liste zu schreiben) |
| **Kontakte** | Wen man kontaktiert – Anwalt, Notar, Steuerberater, Arzt |
| **Wünsche** | Gesundheitsentscheidungen, Fürsorge für Kinder oder Haustiere |

*Passwörter, PINs und Codes für Banking-Apps werden**nicht**auf Papier**geschrieben**und**niemandem**gegeben. Der Zugang wird mit einem rechtlichen Instrument (einer Vollmacht) geregelt, nicht mit einem gemeinsamen Passwort.*

**Der rechtliche Teil (kurz, keine Rechtsberatung):**

- **Welches Recht gilt.** Das Erbrecht ist **national**. Innerhalb der EU bestimmt die Verordnung (EU) Nr. 650/2012 (die Erbrechtsverordnung), welches Recht bei einem grenzüberschreitenden Erbfall gilt: in der Regel das Recht des EU-Landes, in dem der Verstorbene zuletzt gelebt hat, es sei denn, er hat das Recht seines Heimatlandes gewählt ✔ (*Your Europe*, „Erbschaft verwalten“, geöffnet am 21.10.2026). Das **Europäische Nachlasszeugnis** wird in anderen EU-Ländern ohne besonderes Verfahren anerkannt, und seine Wirkungen sind in der ganzen EU gleich ✔ (gleiche Quelle). Dänemark und Irland nehmen an den vereinfachten Regeln nicht teil ✔ (gleiche Quelle: Entscheidungen ihrer Gerichte profitieren nicht davon).
- **Testamente, gesetzliche Erbfolge, Vollmachten** – die Formen eines Testaments, wer erbt, wenn es kein Testament gibt, und wie eine Vollmacht erteilt wird, bestimmt das **nationale Recht**.
- **Wichtig:** die genauen Regeln, Fristen und Gebühren – bei einem **Notar oder Rechtsanwalt**. Hier ist die Karte, nicht die Beratung.

> **Beispiel: Bulgarien** — Ein Testament ist entweder **handschriftlich** oder **notariell beurkundet** (Erbgesetz) ✔. Gibt es kein Testament, geht der Nachlass **nach dem Gesetz** über – wer erbt, hängt vom Grad der Verwandtschaft ab (Kinder, Ehepartner, Eltern, Geschwister – Erbgesetz, Artikel 5–9) ✔ (Europäisches E-Justiz-Portal, „Erbrecht – Bulgarien“, geöffnet am 21.10.2026). Eine **Vollmacht** erlaubt es einer dir nahestehenden Person, in deinem Namen zu handeln: Eine Person darf eine andere „nach dem Willen des Vertretenen“ vertreten, und bei Verträgen, die eine besondere Form verlangen (z. B. notarielle), muss auch die Bevollmächtigung in dieser Form erfolgen ✔ (Gesetz über Schuldverhältnisse und Verträge, Artikel 36–37; Text des Gesetzes, geöffnet am 21.10.2026). Der erste Schritt für die Familie ist, festzustellen, wer die Erben sind – mit einer **Erbbescheinigung**, ausgestellt vom Bürgermeister der Gemeinde des letzten ständigen Wohnsitzes des Verstorbenen – und den Nachlass zu prüfen ✔ (Europäisches E-Justiz-Portal, „Erbrecht – Bulgarien“, geöffnet am 21.10.2026).
>
> **Prüfen in deinem Land** — Das Europäische E-Justiz-Portal hat für jedes EU-Land eine Seite „Erbrecht“: die Formen eines Testaments, die gesetzlichen Erben, die Dokumente, die die Familie braucht. Deine nationale Notarkammer ist ein neutraler Ausgangspunkt für Fragen.

🏗 **Projekt / Unternehmen:** dieselbe Idee in anderem Maßstab – **wer weiß was**, wenn eine Schlüsselperson ausfällt: Zugriffsrechte, Verträge, Projektfristen, Kontakte bei der Förderstelle. Ein „Kontinuitätsplan“ (Modul 11).

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Wer seine Unterlagen nicht geordnet hat, denkt nicht an den Tod.“
- Wahrheit: Ordnung zu schaffen ist **ein Geschenk an deine Liebsten**: Sie müssen nicht suchen, während sie trauern. Du denkst an sie.

**Wer profitiert?** Deine Liebsten – Ruhe und Zeit. Notare und Rechtsanwälte werden gebraucht, aber mit einer Mappe ist die Arbeit kürzer. Betrüger profitieren vom Chaos nach einem Verlust („Versicherungs-“ oder „Erbschafts“-Anrufe am Telefon – das Modul „Betrug, Schneeballsysteme und schnelles Reichwerden“).

**Szene für 3D:** eine Kiste mit Glasdeckel auf einem Regal im Zimmer. Darin – beschriftete Mappen. Das Kind fragt: „Was würde jemand, der mir nahesteht, hier finden?“ und ergänzt das fehlende Etikett.

**→ Weiter bei der Quelle**

- EU – *Your Europe*, „Erbschaft verwalten“ (Verordnung (EU) Nr. 650/2012, CELEX 32012R0650): https://europa.eu/youreurope/citizens/family/inheritances/managing-inheritance/index_de.htm ✔ (geöffnet am 21.10.2026).
- Beispiel: Bulgarien – das Erbgesetz – die Formen eines Testaments (handschriftlich und notariell), die gesetzlichen Erben und die Erbbescheinigung: Europäisches E-Justiz-Portal, „Erbrecht – Bulgarien“: https://e-justice.europa.eu/topics/family-matters-inheritance/inheritance/succession/bg_bg ✔ (geöffnet am 21.10.2026; der Link führt zur bulgarischsprachigen Version der Seite).
- Beispiel: Bulgarien – Notarkammer der Republik Bulgarien ✔ – https://www.notary-chamber.bg.
- Die Idee eines „Nachlassplans“ stammt von Online-Diensten in den Vereinigten Staaten (z. B. Everplans, https://www.everplans.com) – **nur die Idee**, kein Produkt und keine Empfehlung ✔ (die Seite wurde am 21.10.2026 geöffnet).

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## Kapitel 9 · Wenn etwas passiert: die ersten Wochen

👧 **Kind** Wenn in der Familie etwas Trauriges passiert, haben die Erwachsenen viel zu tun und sind manchmal müde. Am meisten hilfst du mit Ruhe und einer Umarmung.

🧑 **Teenager** Nach einem schweren Verlust oder einer Krankheit steht eine Familie vor Dutzenden kleiner Aufgaben. Eine **Liste der ersten Schritte** hilft: wen man benachrichtigt, welche Dokumente nötig sind, welche Zahlungen weiterlaufen. Die Mappe aus Kapitel 8 macht es leichter.

🧔 **Erwachsene** Drei Grundsätze **[P]**:

1. **Triff in den ersten Wochen keine unumkehrbaren Entscheidungen** (Verkauf von Immobilien, eine große Überweisung).
2. **Zahle am Telefon keine „Vermittler“**: Betrugsmaschen mit einer „unbezahlten Versicherungspolice“, einer „Erbschaftssteuer“ oder einer „Gebühr für den Zugang zum Konto“ sind bekannt (das Modul „Betrug, Schneeballsysteme und schnelles Reichwerden“).
3. **Nutze offizielle Quellen**: einen Notar, die Bank, die Steuerbehörde, den Sozialversicherungsträger.

Die Reserve (Modul 8) und die Versicherung (Modul 12) sind hier **am greifbarsten**: Sie geben dir Zeit, ohne Druck zu entscheiden.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Alles muss sofort geregelt werden.“
- Wahrheit: In den ersten Tagen ist fast nichts dringend, außer dem, was Gesundheit und Sicherheit betrifft. Zeit ist ein Verbündeter, wenn es eine Reserve gibt.

**Wer profitiert?** Wer vorbereitet ist. Betrüger setzen auf Hast und Trauer.

**Szene für 3D:** ein Sturm zieht vorüber. Das Zuhause hat ein erleuchtetes Fenster – die Reserve. Das Kind hat keine Angst, weil es etwas gibt, wohin es zurückkehren kann.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Beispiel: Bulgarien – die Notarkammer, die NRA (https://nra.bg), das NSSI – offizielle Erklärungen ✔ (auf Bulgarisch). In einem anderen Land: die Notarkammer, die Steuerbehörde und der Sozialversicherungsträger.
- Das Modul „Betrug, Schneeballsysteme und schnelles Reichwerden“.

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## Das eiserne Prinzip des Moduls

> **Plane die Lebensphasen, bevor sie kommen; bring deine Unterlagen in Ordnung, bevor sie gebraucht werden; entscheide nie unter Druck etwas Unumkehrbares.**

- 👧 Kind: Frag, wo die wichtigen Sachen sind; über Geld zu sprechen ist normal.
- 🧑 Teenager: Frag dich für jede Phase „Was wird sie kosten?“ und „Was kann ich jetzt vorbereiten?“
- 🧔 Erwachsene:
- eine Reserve und eine Versicherung;
- einmal im Jahr eine Rentenmitteilung;
- „Eine Mappe für die Liebsten“;
- unter Druck nicht zahlen.

**Dein Schritt in Pecuvo:** (1) Erstelle eine „Karte der Phasen“ – deine nächsten drei großen Kosten, mit Terminen. (2) Lege einen Bereich „Eine Mappe für die Liebsten“ an (nur eine Liste, wo die Dokumente sind, keine Passwörter). (3) Setze dir ein Ziel „Rentenmitteilung“ einmal im Jahr. (4) Stelle eine Erinnerung ein, um deine Versicherung zu erneuern (Modul 12).

## Teste dich (3 Fragen pro Stufe)

- 👧 1. Welche drei Becher gibt es für das Taschengeld? 2. Warum ist es gut zu wissen, wo die wichtigen Dokumente der Familie sind? 3. Was ist „netto“-Gehalt?
- 🧑 1. Was ist der Unterschied zwischen brutto und netto? 2. Welche drei Säulen hat ein Rentensystem? 3. Was kommt in „Eine Mappe für die Liebsten“ – und was nicht (Passwörter)?
- 🧔 1. Welche Fragen stellst du dir vor dem Kauf eines Zuhauses (mindestens drei)? 2. Welches Land Recht gilt bei einem Erbfall mit Bezügen zu mehr als einem EU-Land in der Regel – und was bewirkt das Europäische Nachlasszeugnis? (Im bulgarischen Beispiel: Welche zwei Arten von Testament gibt es, und was geschieht ohne Testament?) 3. Warum zahlst du in den ersten Wochen nach einem Verlust am Telefon keine „Vermittler“?

## Quellen (Übersicht)

- ✔ Madrian & Shea (2001) – automatische Anmeldung; ✔ Shim et al. (2010) – Eltern und finanzielle Sozialisation.
- Geprüft am 19.10. und 21.10.2026 (der Status steht neben jeder Zeile oben): Modigliani & Brumberg (1954); Lusardi & Mitchell (2011), „Financial Literacy and Planning: Implications for Retirement Wellbeing“; Becker (1964); Eurostat (ilc_lvho02, Anteil der Eigentümer); Richtlinie 2014/17/EU; OECD „Let's Read Them a Story!“ (2012) und „Pensions at a Glance“; der EU-Bericht zur Langzeitpflege (2021); EU/OECD-Rahmen für finanzielle Kompetenz.
- EU (für die englische Fassung ergänzt, 21.10.2026): *Your Europe*, „Erbschaft verwalten“ (Verordnung (EU) Nr. 650/2012) ✔; *Your Europe*, „Steuern“ ✔ und „Staatliche Renten im Ausland“ ✔ sowie EIOPA (PEPP) ✔ – wie für die Module „Steuern und öffentliche Ausgaben“ und „Renten – die drei Säulen“ geprüft; Richtlinie (EU) 2016/2341 (EbAV II), Artikel 38 Absätze 1 und 3 ✔ – amtlicher Text (Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union) geöffnet am 21.10.2026: https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2016/2341/oj
- Beispiel: Bulgarien: das Erbgesetz (über das Europäische E-Justiz-Portal); das Gesetz über Schuldverhältnisse und Verträge (Artikel 36–37); das Sozialversicherungsgesetzbuch (Artikel 123z²); NSSI, FSC, NRA.

[Unterrichtsblatt für Lehrkräfte — zum Ausdrucken (auf Englisch)](https://pecuvo.eu/en/teachers/life-strategies-by-stage/)
