<!-- Den Geldfluss steuern – mit dem Werkzeug · Pecuvo -->
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Block III · Geldfluss · Modul 9

# Den Geldfluss steuern – mit dem Werkzeug

## Einstieg in das Modul

**Ein Satz:** Über Geld Bescheid zu wissen verändert keine Gewohnheiten; ein Werkzeug, das dir **jede Woche** deinen Geldfluss zeigt, schon.

**Kapitel:**

1. Ein Ort für all dein Geld – Räume
2. Reinvermögen: was ich besitze minus was ich schulde
3. Budget gegen Ist-Werte
4. Stornierung: wie man einen Fehler korrigiert, ohne ihn zu verstecken
5. Ziele und die Wochenbilanz
6. Die persönliche Vermögensaufstellung und die Jahresbilanz
7. Ein Portfolio aus Projekten: wenn Geld mehr als eine Geschichte ist
8. Was das Werkzeug nicht tut
9. Dokumente und Aufbewahrung: was wir aufbewahren, wie lange und wie wir sie lesen → Das eiserne Prinzip des Moduls

🎓 **Warum ein Werkzeug und nicht nur Text:** Finanzbildung erhöht das Wissen, das Verhalten aber viel weniger (Modul 8, Kaiser & Menkhoff). Eine Gewohnheit entsteht durch **Rückmeldung im richtigen Moment**: Du siehst den Plan, du siehst den Ist-Wert, du siehst den Unterschied. Deshalb endet jedes Modul in Pecuvo mit „Dein Schritt in Pecuvo“.

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## Die Jüngsten · Für die Jüngsten · 6–7 Jahre

🐣 **Die Jüngsten:** Wenn das Geld an einem Ort liegt, ist es leicht zu zählen. Das Sparschwein zeigt, wie viel du gespart hast. Du kannst etwas malen, das du dir wünschst, und das Bild daneben legen. Jede Woche zählt ihr zusammen, und das Ziel kommt näher.

**Gemeinsam spielen (5 Minuten):** Zeichnet auf ein Blatt Papier eine Leiter mit 10 Stufen und oben ein Bild vom Ziel. Für jede gesparte Münze malt das Kind eine Stufe aus. Keine Eile – freut euch über jede Stufe.

**Eine Frage für den Abend:** „Was möchtest du gern ganz oben auf deiner Leiter haben?“

**Ein Spiel aus dem Katalog:** BJ-10 „Budget mit Radiergummi“ – https://pecuvo.eu/igri/katalog/#bj-10 (auf Bulgarisch)

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## Kapitel 1 · Ein Ort für all dein Geld – Räume

👧 **Kind** Du hast ein Sparschwein, etwas Geld in der Tasche und vielleicht Geld, das Oma dir zum Geburtstag geschenkt hat. Wenn jeder Teil in einem eigenen Becher mit Etikett liegt – „ausgeben“, „sparen“, „Geschenk für Mama“ –, weißt du immer, wie viel du ausgegeben hast und wie viel übrig ist.

🧑 **Teenager** In Pecuvo ist jede Gruppe von Geld ein **Raum**: „Meins“, „Familie“, später „Projekt“. Ein Raum ist wie eine eigene Seite in einem Heft: Du schreibst auf, was hereinkommt (Einnahmen) und was hinausgeht (Ausgaben). Er ist keine Bank und hält kein Geld – er **hält fest**. Der Vorteil: Du siehst das ganze Bild, nicht nur den Betrag in der App deiner Bank.

🧔 **Erwachsene** Das häufigste Problem von Haushalten sind nicht niedrige Einnahmen, sondern **verstreute Daten**: zwei Bankkonten, eine Karte, Bargeld, ein Darlehen von Verwandten. Der erste Schritt ist ein Ort, an dem alles festgehalten wird. Räume helfen auch bei **Grenzen**: Persönliches Geld wird nicht mit gemeinsamem Geld vermischt, und gemeinsames Geld nicht mit dem Familienbetrieb (falls es einen gibt). Das ist dieselbe Idee wie „getrenntes Geld – getrennte Konten“ (Modul 8, Prinzip 6).

🏗 **Projekt / Unternehmen:** Jedes Projekt ist ein eigener Raum mit Budget, Fristen und einer Finanzierungsquelle (Modul 11). Der persönliche Raum des Inhabers ist **getrennt** – nur der Endbetrag geht vom Unternehmen dorthin (Gehalt oder Dividende).

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Ich muss nichts aufschreiben – ich erinnere mich ungefähr.“
- Wahrheit: Das Gedächtnis ist gut bei Geschichten und schlecht bei Zahlen. Menschen unterschätzen kleine Ausgaben systematisch, und zusammengezählt ergeben sie die große Summe. Aufschreiben dient nicht der Kontrolle, sondern der **Klarheit**.

**Wer profitiert?** Wer das ganze Bild sieht. Banken und Apps zeigen nur den Teil, den sie selbst halten.

**Szene für 3D:** ein Haus mit Zimmern – in jedem Zimmer fließt ein Strom herein (ein Wasserhahn) und es gibt einen Abfluss. Das Kind öffnet eine Tür und sieht, wie viel hinein- und hinausgeht.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Die Idee getrennter „Umschläge“ für verschiedene Ziele: Dave Ramsey, https://www.ramseysolutions.com/budgeting/envelope-system-explained ✔ – siehe den Leitfaden.
- Mentale Buchführung (Mental Accounting): Richard Thaler, „Mental Accounting Matters“, *Journal of Behavioral Decision Making* 12(3), 1999, 183–206 ✔ – siehe Modul 14.

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## Kapitel 2 · Reinvermögen: was ich besitze minus was ich schulde

👧 **Kind** Du hast 20 € im Sparschwein und schuldest deinem Bruder 5 €. Wie „wirklich“ reich bist du? 20 − 5 = **15 €**. Das ist das Reinvermögen: was du hast minus was du schuldest.

🧑 **Teenager** **Reinvermögen = Vermögenswerte − Verbindlichkeiten.**

- **Vermögenswerte** – Dinge, die du besitzt und die Geld wert sind (Erspartes, ein Fahrrad, ein Handy – zum Marktpreis, nicht zum Ladenpreis) (Modul 3).
- **Verbindlichkeiten** – Schulden (ein Kredit, ein Leasingvertrag, Geld, das du auf Kredit schuldest).

Beispiel (fiktiv): Vermögenswerte 1.200 €, Verbindlichkeiten 300 € → Reinvermögen 900 €. Betragen die Verbindlichkeiten 1.500 €, ist das Reinvermögen **−300 €**. Ein negatives Reinvermögen ist kein Urteil, sondern ein **Ausgangspunkt**: Viele Menschen starten damit (ein erster Kredit für die Ausbildung, ein erstes Auto).

🧔 **Erwachsene** Das Reinvermögen ist das beste „Thermometer“, weil es sich von einem guten oder schlechten Monat nicht beeinflussen lässt. Regeln für eine ehrliche Berechnung:

1. **Vermögenswerte zum heutigen Marktwert**, nicht zum Kaufpreis. Auto und Möbel verlieren an Wert – erfasse sie realistisch.
2. **Verbindlichkeiten als offene Restschuld**, nicht als monatliche Rate.
3. Miss **in jeder Periode zum gleichen Zeitpunkt** – zum Beispiel am ersten Tag jedes Quartals.
4. Achte auf die **Richtung**, nicht auf die Zahl: Wächst dein Reinvermögen über die Jahre? Das ist die ehrliche Antwort auf die Frage „Komme ich voran?“.

Ist das Reinvermögen negativ, lautet im Pecuvo-Wallet **Ziel Nr. 1 nicht „sparen“, sondern „die teuerste Schuld verringern“** (Modul 8, Prinzip 3).

🏗 **Projekt / Unternehmen:** Bei einem Unternehmen heißt dasselbe **Bilanz** (Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Eigenkapital). Der Gewinn in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nicht das Reinvermögen – das Bargeld und die Schulden sind die Wahrheit (Modul 8, Prinzip 8).

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Reich ist, wer viel verdient.“
- Wahrheit: Vermögen ist das, **was übrig bleibt**. Jemand mit hohem Einkommen und großen Schulden kann ein geringeres Reinvermögen haben als jemand mit kleinem Einkommen und ohne Schulden.

**Wer profitiert?** Wer sich von „hohem Einkommen“ nicht täuschen lässt. Verkäufer von Leasing und Krediten lenken deinen Blick auf die **Rate**; das Reinvermögen lenkt ihn auf die **Schuld**.

**Szene für 3D:** eine Waage. Links – das Zuhause, das Ersparte, das Auto. Rechts – die Schulden als Säcke. Der Zeiger zeigt, wie viel du wirklich „wiegst“. Das Kind tauscht Dinge gegen „günstigere“ aus und sieht, wie sich alles verändert.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Definition von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Eigenkapital: Rechnungslegungsstandard – das IFRS-Rahmenkonzept (IFRS Foundation): https://www.ifrs.org/issued-standards/list-of-standards/conceptual-framework/ ✔
- Vermögen als Bestand, nicht als Fluss: Kiyosaki – „ein Vermögenswert bringt Geld in deine Tasche“ (Rich Dad, https://richdad.com/is-your-house-an-asset/) ✔ (Quelle, geöffnet am 21.10.2026) – über den Leitfaden.

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## Kapitel 3 · Budget gegen Ist-Werte

👧 **Kind** Du sagst dir: „Von 10 € gebe ich 4 € für Eis aus und lege 6 € zur Seite.“ Das ist ein **Plan**. Am Ende der Woche zählst du: Du hast 7 € ausgegeben. Das ist der **Ist-Wert**. Der Unterschied – 3 € – ist keine Strafe, sondern **Information**.

🧑 **Teenager** Ein Budget ist kein „Verbot“. Ein Budget ist ein **Plan für dein Geld** – du entscheidest vorher, wohin es geht, statt am Monatsende zu rätseln, wohin es gegangen ist. Drei Spalten:

- **Plan** – wie viel ich erwarte;
- **Ist** – wie viel es tatsächlich war;
- **Unterschied** – warum.

Beginne mit **4–6 Kategorien**, nicht mit 40: Essen, Verkehr, Spaß, Sparen, „Unerwartetes“. Mehr Kategorien = mehr Ermüdung = Aufgeben.

🧔 **Erwachsene** Drei praktische Regeln **[P]**:

1. **Zahl zuerst dich selbst** (Modul 8, Prinzip 1): Sparen ist eine Zeile im Budget, kein Rest.
2. **Der Plan gilt für die nächste Periode, nicht für die letzte.** Bestrafe dich nicht für die Vergangenheit; sieh den Unterschied als Hinweis.
3. **Passe langsam an.** Wenn eine Kategorie jeden Monat den Plan überschreitet, ist vielleicht der Plan falsch, nicht du.

Die Studie von Gal und McShane zeigt, warum **kleine Siege** wirken: Wenn die Schuldentilgung in kleine abgeschlossene Konten aufgeteilt wird, zahlen Menschen erfolgreicher zurück (Gal & McShane, 2012 ✔ – Hinweis: Die Wahl der Methode in den Daten ist nicht zufällig).

🏗 **Projekt / Unternehmen:** Ein Projektbudget wird mit dem Geldgeber vereinbart; hier ist **Ist gegen Budget** auch eine Pflicht – Abweichungen über einer festgelegten Schwelle werden vorher genehmigt (Modul 11). Du „schiebst kein Geld zwischen Posten“ ohne Erlaubnis.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Ein Budget nimmt mir die Freiheit.“
- Wahrheit: Ein Budget gibt dir **Erlaubnis**: Wenn du weißt, dass die Rechnungen gedeckt sind und das Sparen erledigt ist, gibst du den Rest ohne Schuldgefühle aus.

**Wer profitiert?** Wer rechtzeitig entscheidet. Wer nicht plant, zahlt mit den Zinsen auf seine Kreditkarten (Modul 7).

**Szene für 3D:** drei Gläser in einer Reihe – „Plan“, „Ist“, „Unterschied“. Jede Woche gießt das Kind je nach Einkäufen ein wenig in die Gläser. Läuft „Ist“ über „Plan“ hinaus, leuchtet das Glas „Unterschied“ auf – nicht rot, sondern gelb: „schau, was passiert ist“.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Gal, D. & McShane, B. (2012), „Can Small Victories Help Win the War? Evidence from Consumer Debt Management“, *Journal of Marketing Research* 49(4): 487–501 ✔ – DOI 10.1509/jmr.11.0272.
- Das Budget als Plan, nicht als Verbot: Ramsey („Zero-based Budget“, bei dem jeder Euro eine Aufgabe hat) – über den Leitfaden ✔ (Ramsey Solutions, „How to Make a Zero-Based Budget“: https://www.ramseysolutions.com/budgeting/how-to-make-a-zero-based-budget – „giving every single dollar a job“; Quelle, geöffnet am 21.10.2026).

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## Kapitel 4 · Stornierung: wie man einen Fehler korrigiert, ohne ihn zu verstecken

👧 **Kind** Du hast aufgeschrieben, dass du 5 € ausgegeben hast, aber es waren wirklich 2 €. Du radierst es nicht aus, damit es keiner merkt. Du schreibst „Korrektur: +3 €“. So bleibt die Geschichte ehrlich.

🧑 **Teenager** In der Buchhaltung wird das, was erfasst wurde, **nicht gelöscht**. Ein Fehler wird mit einer **neuen Buchung korrigiert, die ihn aufhebt** – das nennt man **Stornierung** (Stornobuchung). So kannst du immer sehen, was passiert ist und wann es korrigiert wurde. Dasselbe gilt für Pecuvo: Machst du einen Fehler, stornierst du ihn; du wischst ihn nicht weg.

🧔 **Erwachsene** Das Prinzip stammt aus der doppelten Buchführung, die Luca Pacioli 1494 beschrieben hat ✔: Jede Bewegung wird erfasst, und eine Korrektur ist eine neue Bewegung. Vorteile für einen Haushalt:

- Die Historie bleibt **nachprüfbar**;
- du siehst, **wie oft du Fehler machst** (und in welchen Kategorien);
- es gibt keine „saubere“ Datenlage, die ein Problem verbirgt.

Für Projekte und Unternehmen ist das auch **Gesetz**: Buchhaltungsunterlagen müssen aufbewahrt werden, und Korrekturen erfolgen mit Korrekturbuchungen. Wie lange Dokumente aufbewahrt werden, legt das Recht jedes Landes fest (siehe Kapitel 9).

🏗 **Projekt / Unternehmen:** Einen Prüfer interessiert nicht der „saubere“ Abschluss, sondern der Weg, der dorthin geführt hat. Die Stornierung ist die Spur.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Ein sauberes Heft ist eines ohne Durchstreichungen.“
- Wahrheit: **Vertrauen kommt aus der Historie**, nicht aus Ordentlichkeit. Ein Heft ohne Korrekturen ist ein Heft, dem niemand glaubt.

**Wer profitiert?** Wer beweisen kann, was passiert ist – du, in einem Streit mit einer Bank, einem Arbeitgeber oder der Steuerbehörde.

**Szene für 3D:** eine Eisbahn, auf der jeder Schritt eine Spur hinterlässt. Das Kind kann eine Spur nicht auslöschen – nur eine neue zeichnen, die sie „aufhebt“.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Luca Pacioli, *Summa de arithmetica, geometria, proportioni et proportionalità* (1494) – digitale Kopie (Smithsonian Libraries): https://doi.org/10.5479/sil.440357.39088007406663 ✔
- Beispiel: Bulgarien – Rechnungslegungsgesetz, Art. 12 – Aufbewahrungsfristen: Lohnunterlagen 50 Jahre, Buchhaltungsregister und Jahresabschlüsse (einschließlich Unterlagen für Steuerkontrolle und Prüfung) 10 Jahre, sonstige Unterlagen 3 Jahre, gerechnet ab dem 1. Januar des Berichtszeitraums, der auf den folgt, auf den sie sich beziehen (für Steuerunterlagen gilt zusätzlich Art. 38 des Steuer- und Sozialversicherungsverfahrensgesetzbuchs) ✔ (Gesetzestext, geöffnet am 21.10.2026) – siehe Modul 11 und Kapitel 9.

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## Kapitel 5 · Ziele und die Wochenbilanz

👧 **Kind** Du möchtest etwas, das 30 € kostet. Jede Woche legst du 3 € zur Seite. Nach wie vielen Wochen? **10.** Jede Woche zählst du: „Noch 7 fehlen.“ Das Ziel kommt näher.

🧑 **Teenager** Ein Ziel ohne Frist ist ein Traum. Ein Ziel mit Frist ist ein Plan: **wie viel, bis wann, wie viel pro Woche.** Pecuvo berechnet die Wochenbilanz: was für die Woche geplant war minus das, was schon ausgegeben wurde. Eine Woche ist mit Absicht kurz – lang genug, um etwas zu bedeuten, und kurz genug, damit du den Kurs ändern kannst.

🧔 **Erwachsene** Warum eine **Woche** und nicht ein Monat?

- Monatliche Ausgaben kommen in zwei großen Wellen: am Anfang (Rechnungen) und am Ende (das Geld wird knapp). Die Woche bringt die Kontrolle in die Mitte zurück.
- Du bekommst Rückmeldung **rechtzeitig** – solange du noch etwas ändern kannst.
- Ziele werden in **kleine abgeschlossene Konten** zerlegt (Gal & McShane, 2012 ✔) – etwas, das psychologisch jede Woche „geschieht“.

Die vier Arten von Zielen:

1. **Notfallreserve** (Modul 8, Prinzip 2) – zuerst;
2. **Tilgung teurer Schulden** (Modul 8, Prinzip 3);
3. **Große Anschaffungen** (ein Zuhause, Ausbildung, ein Auto);
4. **Freiheit** – Geld gibt dir Wahlmöglichkeiten (Modul 16).

🏗 **Projekt / Unternehmen:** Das Ziel ist die **Wochenbilanz pro Projekt** – wie viele Wochen das Geld im aktuellen Tempo reicht (Modul 8, Prinzip 7). Diese Kennzahl ist das häufigste Frühwarnsignal für ein Problem.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Ich organisiere mich, wenn ich mehr verdiene.“
- Wahrheit: Rhythmus ist eine Gewohnheit, und Gewohnheiten entstehen mit kleinen Beträgen (Modul 8, Prinzip 1; Modul 14 – hedonische Anpassung).

**Wer profitiert?** Wer das Warnsignal sieht, solange es noch klein ist. Schulden wachsen leise; die Wochenbilanz „ruft“ rechtzeitig.

**Szene für 3D:** eine bunte Sanduhr. Jede Woche werden die Körner verteilt: Notfallreserve, Schulden, Ziel, Freiheit.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Gal & McShane (2012) ✔ – kleine Siege.
- Ziele mit Frist („Implementation Intentions“, Vorsätze zur Umsetzung): Peter Gollwitzer, *American Psychologist* 54(7), 1999, 493–503, DOI 10.1037/0003-066X.54.7.493 ✔ – siehe Modul 14.

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## Kapitel 6 · Die persönliche Vermögensaufstellung und die Jahresbilanz

👧 **Kind** Einmal im Jahr (zum Beispiel an deinem Geburtstag) zählst du alles: das Sparschwein, die Spielsachen, was du Freunden schuldest. Schreib es auf. Im nächsten Jahr vergleichst du.

🧑 **Teenager** Eine persönliche Vermögensaufstellung hat drei Teile: **Vermögenswerte**, **Verbindlichkeiten** und **monatlicher Fluss** (Einnahmen, Ausgaben, Saldo). Sie wird **einmal im Jahr** gemacht (die Jahresbilanz) und jedes Quartal kürzer. Bei der Jahresbilanz fragst du dich:

1. Wie hoch ist mein Reinvermögen, und wächst es?
2. Deckt meine Notfallreserve mindestens 3 Monate Ausgaben? (Modul 8, Prinzip 2)
3. Habe ich teure Schulden?
4. Welche Versicherungen habe ich, und wann laufen sie ab? (Modul 12)
5. Wer bewahrt meine Dokumente auf? (Modul 15)

🧔 **Erwachsene** Eine Bestandsaufnahme ist eine **bewusste Pause**. Drei praktische Tipps:

- Mach sie **jedes Jahr zur gleichen Zeit** (z. B. im Januar, nachdem die Kontoauszüge da sind).
- **Sammle die Dokumente** an einem Ort – Kontoauszüge, Verträge, Versicherungspolicen (siehe Modul 15).
- Wenn du einen Außenstehenden fragen musst, finde heraus, **welche Art von Berater** er ist: Ein nach Stunden bezahlter Berater, ein Makler auf Provisionsbasis und ein Versicherungsvermittler haben unterschiedliche Interessen. In den meisten Ländern führt die Finanzaufsicht öffentliche Register zugelassener Unternehmen und Vermittler – prüfe dort (Modul 12, 17).

> **Beispiel: Bulgarien** – die Kommission für Finanzaufsicht (FSC, КФН) führt die Register der zugelassenen Personen und veröffentlicht Warnungen: https://www.fsc.bg ✔
>
> **Prüfen in deinem Land** – finde deine nationale Finanzaufsicht (Wertpapiere, Versicherungen und Renten; manchmal die Zentralbank) und ihr öffentliches Register zugelassener Unternehmen und Vermittler, bevor du etwas unterschreibst.

🏗 **Projekt / Unternehmen:** Die Jahresbilanz ist der **Projektbericht und die Bilanz des Unternehmens** – siehe Modul 11.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Eine Vermögensaufstellung ist etwas für Unternehmen.“
- Wahrheit: Ein Haushalt ist ein kleines Unternehmen mit Einnahmen, Ausgaben, Schulden und Vermögenswerten. Dasselbe Werkzeug funktioniert.

**Wer profitiert?** Wer die Pause einlegt, bevor eine Krise oder ein Gläubiger sie erzwingt.

**Szene für 3D:** eine herbstliche „Inventur“ – die Zimmer von oben gesehen. Das Kind öffnet jede Tür und klebt ein Etikett darauf: „Vermögenswert“ oder „Schuld“.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Beispiel: Bulgarien – FSC, Register der zugelassenen Personen und Warnungen: https://www.fsc.bg ✔
- OECD/INFE – Rahmen für Finanzkompetenzen von Erwachsenen (Januar 2022): https://finance.ec.europa.eu/publications/commission-and-oecd-infe-publish-joint-framework-adults-improve-individuals-financial-skills_en ✔

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## Kapitel 7 · Ein Portfolio aus Projekten: wenn Geld mehr als eine Geschichte ist

👧 **Kind** Du hast ein Sparschwein „Fahrrad“ und ein Sparschwein „Geschenk“. Zwei Ziele – zwei Sparschweine. Du vermischst sie nicht, aber du siehst sie auf einem Regal.

🧑 **Teenager** Wenn du mehr als ein Ziel oder mehr als eine Geldquelle hast (Taschengeld, ein kleiner Job, ein Preis aus einem Wettbewerb), hast du schon ein **Portfolio**: mehrere „Projekte“, jedes mit eigener Geschichte. Pecuvo zeigt sie alle auf einem Bildschirm.

🧔 **Erwachsene** Das Pecuvo-Wallet ist einem **Wagniskapitalfonds** nachempfunden: Jeder Raum ist ein Projekt – auch die persönlichen. Auf dem Bildschirm „Portfolio“ siehst du:

- die Wochenbilanz pro Projekt;
- eingezahltes und zurückgeflossenes Geld;
- wie viele Wochen das Geld reicht;
- die Gesamtaufteilung.

In die Gestaltung eingebaute Prinzipien:

1. **Ein Dokument wird einmal erfasst** – im Buchhaltungssystem (ACE). Das Wallet **liest nur**; es kopiert nichts und schreibt nichts hinein.
2. **Die Verbindung ist live** – du siehst die Transaktion sofort.
3. **Gemeinsame Kosten werden nach Nutzung aufgeteilt**, pro Projekt – für feinere Analysen.
4. **Das Persönliche bleibt getrennt** – das Unternehmen sieht keine persönlichen Räume.

🏗 **Projekt / Unternehmen:** Für Nichtregierungsorganisationen und Projekte mit vereinbartem Budget ist dieser Bildschirm die Grundlage des **Berichts an den Geldgeber**: Die Ausgabe wird im Moment der Erfassung einem Projekt und einem Budgetposten zugeordnet (Modul 11).

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Es reicht, das Gesamtkonto im Blick zu haben.“
- Wahrheit: Das Gesamtkonto verbirgt, **welches Projekt Geld verliert**. Nur die Projektsicht zeigt, wo das Problem liegt.

**Wer profitiert?** Wer versteht, wohin sein Geld geht – nach Zielen, nicht nur nach Banken.

**Szene für 3D:** der Plan einer Stadt, in der jedes Gebäude ein Projekt ist. Über jedem – eine Lichtsäule: wie viele Wochen es noch leuchtet.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Wagniskapitalfonds und der Portfolioansatz: die Grundlage – die Moderne Portfoliotheorie, Harry Markowitz, *Journal of Finance* 7(1), 1952 ✔. **Nur als Erklärung des Konzepts, nicht als Anlageberatung.**

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## Kapitel 8 · Was das Werkzeug nicht tut

👧 **Kind** Das Sparschwein sagt dir nicht, was du kaufen sollst. Es zeigt dir nur, wie viel du gespart hast.

🧑 **Teenager** Das Pecuvo-Wallet:

- **hält dein Geld nicht** – es hält nur fest;
- **gibt keine Anlageberatung**;
- **bewertet dich nicht** – keine Punkte, keine Eselsmützen, keine Etiketten „schlecht/gut“;
- **verbindet sich nicht mit deiner Bank, wenn du das nicht willst**.

🧔 **Erwachsene** Die ehrlichen Grenzen:

- Das Werkzeug ist nur so nützlich wie die Daten, die du eingibst. Wenn du die Hälfte erfasst, siehst du die Hälfte.
- Es ersetzt in einem komplexen Fall keine Fachleute (Buchhalter, Rechtsanwalt).
- Die Daten gehören **dir**: Persönliche Räume werden nicht mit Unternehmen geteilt und verlassen unsere Infrastruktur nicht.
- Die Beträge sind in **Euro** (Modul 2).

🏗 **Projekt / Unternehmen:** Das Wallet macht keine Buchhaltung. Die buchhalterische Wahrheit liegt im Buchhaltungssystem; das Wallet ist sein **Fenster**.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Die App macht mich reicher.“
- Wahrheit: Die App macht dich **besser informiert**. Wohlstand ist das Ergebnis der Entscheidungen, die du triffst, wenn du informiert bist.

**Wer profitiert?** Du – wenn du das Werkzeug regelmäßig nutzt. Wir – nur, wenn es dir nützt (das Prinzip „Flaggschiff, nicht Konkurrent“).

**Szene für 3D:** ein Fenster in einen Raum. Von außen siehst du alles, kannst aber nichts berühren – dafür gibt es eine Tür, und sie gehört dir.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Europäische Kommission und OECD – der Rahmen für Finanzkompetenzen von Erwachsenen in der EU (Januar 2022): https://finance.ec.europa.eu/publications/commission-and-oecd-infe-publish-joint-framework-adults-improve-individuals-financial-skills_en ✔

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## Kapitel 9 · Dokumente und Aufbewahrung: was wir aufbewahren, wie lange und wie wir sie lesen

*Stufen:**G**– die Schachtel und der Kontoauszug ·**M**– der Vertrag und die Fristen ·**F**– das Haushalts- und Projektarchiv.*

👧 **Kind** Der Kassenbon ist der „Beweis“, dass du bezahlt hast. Leg ihn in eine Schachtel. Geht das Spielzeug innerhalb einer Woche kaputt, lässt es sich mit dem Kassenbon leichter zurückgeben.

🧑 **Teenager** Drei Dokumente solltest du lesen können:

1. **Der Kassenbon oder die Rechnung** – was, wann und zu welchem Preis du gekauft hast. Ohne sie ist der Kauf schwer zu beweisen.
2. **Der Kontoauszug** – jede Bewegung auf dem Konto oder der Karte. Sieh ihn dir **jeden Monat** an: Wenn du eine Zahlung siehst, die du nicht veranlasst hast, sag es der Bank sofort. In der EU gibt dir das Gesetz höchstens **13 Monate** ab dem Tag der Belastung, aber „sofort“ ist besser ✔.
3. **Der Vertrag** – ein Abo für Handy, App oder Fitnessstudio. Achte auf vier Dinge: was es jeden Monat kostet, **wie lange** du gebunden bist, **ob er sich von selbst verlängert** und was die Kündigung kostet.

🧔 **Erwachsene** **Was wir aufbewahren** **[F]**:

- Verträge (Darlehen, Miete, Versicherung, Telefon, Strom, Arbeit) und **alle Anlagen und Änderungen**;
- Kontoauszüge und Zahlungsbestätigungen;
- Rechnungen und Garantiekarten für teurere Anschaffungen;
- Steuer- und Sozialversicherungsunterlagen;
- Immobilien- und Erbschaftsunterlagen (Modul 15).

**Wie lange – eine Orientierung, keine Rechtsberatung:**

- **solange der Vertrag läuft – und noch einmal so lange, wie ein Streit entstehen kann**. Es gibt keine einheitliche EU-Verjährungsfrist: Jedes Land legt in seinem Zivilrecht fest, wie lange ein Anspruch geltend gemacht werden kann, oft mit einer kürzeren Frist für regelmäßige Zahlungen (Miete, Zinsen, Rechnungen);
- bei Waren – mindestens **2 Jahre**: In der EU haftet der Verkäufer für jede Vertragswidrigkeit, die innerhalb von 2 Jahren nach der Lieferung offenbar wird (Richtlinie (EU) 2019/771, Art. 10) ✔;
- Steuerunterlagen – mindestens so lange, wie die Steuer noch festgesetzt oder eingezogen werden kann; diese Frist legt das nationale Steuerrecht fest. Immobilienunterlagen – solange du die Immobilie besitzt und danach für deine Erben (Modul 15).

> **Beispiel: Bulgarien** – nach dem Gesetz über Schuldverhältnisse und Verträge beträgt die allgemeine Verjährungsfrist **5 Jahre**, für periodische Zahlungen (Miete, Zinsen, Rechnungen) **3 Jahre** ✔ (Art. 110 und 111 Buchst. c; Gesetzestext, geöffnet am 21.10.2026). Öffentliche (Steuer-)Schulden verjähren nach **5 Jahren**, gerechnet ab dem 1. Januar des Jahres, das auf das Jahr folgt, in dem sie hätten bezahlt werden müssen (Steuer- und Sozialversicherungsverfahrensgesetzbuch, Art. 171) ✔ (Text des Gesetzbuchs, geöffnet am 21.10.2026).
>
> **Prüfen in deinem Land** – schau nach der allgemeinen Verjährungsfrist in deinem Zivilrecht, nach der Verjährungsfrist für Steuerschulden in deinem Steuerverfahrensrecht (die Website deiner Steuerbehörde erklärt sie meist) und danach, wie lange deine Steuerbehörde erwartet, dass du Unterlagen aufbewahrst. Das Portal *Your Europe* der Europäischen Kommission ist ein neutraler Ausgangspunkt für Verbraucherrechte.

**Wie man einen Kreditvertrag liest** (Modul 7): den **effektiven Jahreszins** (jährlicher Gesamtkostensatz des Kredits) und den **Gesamtbetrag**, nicht nur die Rate; die Gebühr für vorzeitige Rückzahlung; was bei verspäteter Zahlung passiert; ob eine Versicherung „verpflichtend“ oder freiwillig ist. Du hast **14 Tage**, um ohne Angabe von Gründen von einem Verbraucherkreditvertrag zurückzutreten ✔ (Richtlinie (EU) 2023/2225, Art. 26 – ab 20.11.2026; das Recht besteht bereits nach der Richtlinie 2008/48/EG).

**Ein Archiv in 30 Minuten im Monat** **[F]**: ein Ordner (Papier oder digital) mit Unterordnern **Verträge · Bank · Steuern · Zuhause · Gesundheit · Garantien**. Jeden Monat – der Kontoauszug, neue Verträge, Belege für teurere Anschaffungen. Einmal im Jahr – die Jahresbilanz (Kapitel 6): was abläuft, was sich verlängert, was weggeworfen werden kann.

🏗 **Projekt / Unternehmen:** Für ein Unternehmen oder ein Projekt ist das Aufbewahren von Dokumenten eine **gesetzliche Pflicht** mit festgelegten Fristen, die das Buchhaltungs- und Steuerrecht jedes Landes bestimmt; bei einem Projekt auch die Regeln des Programms (Modul 11).

> **Beispiel: Bulgarien** – nach dem Rechnungslegungsgesetz (Art. 12) werden Lohnunterlagen 50 Jahre aufbewahrt, Buchhaltungsregister und Jahresabschlüsse (einschließlich Unterlagen für Steuerkontrolle und Prüfung) 10 Jahre und sonstige Unterlagen 3 Jahre. Die Fristen werden ab dem 1. Januar des Berichtszeitraums gerechnet, der auf den folgt, auf den sie sich beziehen; für Steuerunterlagen gilt zusätzlich Art. 38 des Steuer- und Sozialversicherungsverfahrensgesetzbuchs ✔ (Gesetzestext, geöffnet am 21.10.2026).
>
> **Prüfen in deinem Land** – dein Buchhaltungsrecht und deine Steuerbehörde legen die Aufbewahrungsfristen fest; ein Buchhalter oder die Hinweise der Steuerbehörde für Unternehmen nennen dir die genauen Zahlen.

**Mythos → Wahrheit**

- Mythos: „Die Bank bewahrt alles auf, ich muss das nicht.“
- Wahrheit: Die Bank bewahrt ihre eigenen Unterlagen auf. Du musst den Fehler **bemerken** und rechtzeitig melden. Ohne dein Auge darauf verstreicht die Frist.

**Wer profitiert?** Wer es beweisen kann. In einem Streit gewinnt die Seite mit dem Dokument.

**Szene für 3D:** eine Schachtel mit sechs Schubladen. Das Kind wirft einen Kassenbon ein – er findet von selbst die Schublade „Garantien“. Dann zeigt das Spiel ein Datum: „bis hierhin kannst du es zurückgeben“.

**→ Weiter bei der Quelle**

- Your Europe – Garantien und Rückgabe: https://europa.eu/youreurope/citizens/consumers/shopping/returns/index_de.htm ✔
- EUR-Lex – Richtlinie (EU) 2015/2366 (Zahlungsdienste), Art. 71 (13 Monate): https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2015/2366/oj ✔
- EUR-Lex – Richtlinie (EU) 2019/771, Art. 10 (2 Jahre): https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2019/771/oj ✔

**Quellen**

- ✔ Richtlinie (EU) 2015/2366, Art. 71 – Anzeige unverzüglich, spätestens 13 Monate nach dem Tag der Belastung.
- ✔ Richtlinie (EU) 2019/771, Art. 10 – Haftung des Verkäufers für eine Vertragswidrigkeit, die innerhalb von 2 Jahren offenbar wird.
- ✔ Richtlinie (EU) 2023/2225, Art. 26 – 14 Kalendertage für den Rücktritt von einem Verbraucherkreditvertrag.
- ✔ Beispiel: Bulgarien – Gesetz über Schuldverhältnisse und Verträge, Art. 110–111 (5 und 3 Jahre) – Gesetzestext (https://lex.bg/laws/ldoc/2121934337, auf Bulgarisch), geöffnet am 21.10.2026.
- ✔ Beispiel: Bulgarien – Steuer- und Sozialversicherungsverfahrensgesetzbuch, Art. 171 (5 Jahre Verjährung für öffentliche Forderungen) und Art. 38 (Aufbewahrungsfristen) – Text des Gesetzbuchs (https://lex.bg/laws/ldoc/2135514513, auf Bulgarisch), geöffnet am 21.10.2026.
- ✔ Beispiel: Bulgarien – Rechnungslegungsgesetz, Art. 12 (50 / 10 / 3 Jahre) – Gesetzestext, geöffnet am 21.10.2026.

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## Das eiserne Prinzip des Moduls

> **Geld, das du nicht siehst, kannst du nicht steuern. Sieh alles an einem Ort, vergleiche jede Woche Plan und Ist, korrigiere mit einer Stornierung, nicht durch Verstecken.**

- 👧 Kind: Jedes Sparschwein hat ein Etikett; wir zählen einmal pro Woche.
- 🧑 Teenager: Beginne mit 4–6 Kategorien und einem Ziel mit Frist.
- 🧔 Erwachsene:
- Reinvermögen einmal pro Quartal;
- Budget gegen Ist jede Woche;
- Jahresbilanz.
- 🏗 Projekt: Ist gegen Budget, Bilanz in Wochen, getrennte Räume.

**Dein Schritt in Pecuvo:** 1) Lege einen Raum namens „Meins“ an. 2) Trage deine Vermögenswerte und Schulden ein → Reinvermögen. 3) Lege 4–6 Kategorien und ein Budget für den Monat fest. 4) Setze ein Ziel mit Frist. 5) Sieh dir jede Woche die Bilanz und den Unterschied an. 6) Fehler gemacht? Storniere ihn.

## Teste dich (3 Fragen pro Stufe)

- 👧 1. Was ist das Reinvermögen, am Beispiel von 20 € und 5 €? 2. Warum haben die Sparschweine Etiketten? 3. Was bedeutet „Korrektur“, wenn du einen Fehler machst?
- 🧑 1. Wie lautet die Formel für das Reinvermögen? 2. Was sind Plan, Ist und Unterschied? 3. Warum ist ein negatives Reinvermögen kein „Urteil“?
- 🧔 1. Warum werden Vermögenswerte zum Marktwert und Verbindlichkeiten in Höhe der offenen Restschuld erfasst? 2. Warum eine Woche und nicht ein Monat? 3. Was ist eine Stornierung, und warum wird nichts gelöscht?

## Quellen (Übersicht)

- ✔ Gal & McShane (2012), *Journal of Marketing Research*, DOI 10.1509/jmr.11.0272.
- ✔ Kaiser & Menkhoff (Modul 8) – die Wirkung von Finanzbildung auf das Verhalten.
- Geprüft am 19.10. und 21.10.2026 (der Status steht in jeder Zeile oben): Pacioli (1494); Thaler (1999); Gollwitzer (1999); Markowitz (1952); IFRS-Rahmenkonzept; OECD/INFE 2022; FSC (Bulgarien).

[Unterrichtsblatt für Lehrkräfte — zum Ausdrucken (auf Englisch)](https://pecuvo.eu/en/teachers/managing-cash-flow/)
